Montag, 21.09.2009
Der ostdeutsche Fußball und das Geld
Mit großem Interesse verfolge ich seit einiger Zeit den Einstieg von Red Bull in den deutschen Fußball. Der österreichische Getränkehersteller hat einen Fußballclub in Markkranstädt im Süden von Leipzig quasi aufgekauft und startet seit dieser Saison seinen Plan, in wenigen Jahren bis in die Bundesliga aufzusteigen und dann in Leipzig in der dann so benannten "Red-Bull-Arena" hochwertigen Fußball anbieten zu können.
Schön zusammengefasst kann man das Ganze hier lesen:
http://www.merian.de/reiseziele/artikel/a-649912.html
Das ganze Thema ist natürlich recht emotional behaftet und sehr umstritten. Immer wieder ist die Rede vom "gekauften Fußball", eine Diskussion, die mit dem Aufstieg von Hoffenheim in die Bundesliga im letzten Jahr schonmal hochgekocht ist. Natürlich wird der Red-Bull-Verein nie eine solche Tradition vorweisen können wie die sogenannten "Traditionsvereine". Kein Fan wird sich daran erinnern, wie er schon früher mit seinem Vater jeden Samstag zum "Club" gegangen ist.
Auf der anderen Seite dümpeln diese Traditionsvereine seit 15 Jahren in den Untiefen der 3. bis 5. Liga herum, ohne eine realistische Chance auf Aufstieg und hochklassigen Fußball in den nächsten Jahren (was natürlich nicht ausschließlich deren eigenes Verschulden ist, im Gegenteil). Die Fankurven sind zum Sammelbecken allerlei rechtsradikaler und anderweitig gescheiterter Existenzen geworden, für die das samstägliche Spiel (bzw. die Schlägerei hinterher) zum wichtigsten und oftmals einzigen Lebensinhalt geworden sind. Ein Familienausflug ins Fußballstadion dürfte unter diesen Umständen kaum stattfinden.
Insofern kann man auf das Engagement von Red Bull zwar schimpfen, aber ich denke, es kann den ostdeutschen Fußball (und auch sein Ansehen) durchaus nach vorn bringen. Dass sich im Profifußball alles ums Geld dreht, ist eine Tatsache. Wenn man sich damit einmal abgefunden hat, ist der RB Leipzig ein spannendes Experiment, das durchaus Erfolgschancen hat.
Schön zusammengefasst kann man das Ganze hier lesen:
http://www.merian.de/reiseziele/artikel/a-649912.html
Das ganze Thema ist natürlich recht emotional behaftet und sehr umstritten. Immer wieder ist die Rede vom "gekauften Fußball", eine Diskussion, die mit dem Aufstieg von Hoffenheim in die Bundesliga im letzten Jahr schonmal hochgekocht ist. Natürlich wird der Red-Bull-Verein nie eine solche Tradition vorweisen können wie die sogenannten "Traditionsvereine". Kein Fan wird sich daran erinnern, wie er schon früher mit seinem Vater jeden Samstag zum "Club" gegangen ist.
Auf der anderen Seite dümpeln diese Traditionsvereine seit 15 Jahren in den Untiefen der 3. bis 5. Liga herum, ohne eine realistische Chance auf Aufstieg und hochklassigen Fußball in den nächsten Jahren (was natürlich nicht ausschließlich deren eigenes Verschulden ist, im Gegenteil). Die Fankurven sind zum Sammelbecken allerlei rechtsradikaler und anderweitig gescheiterter Existenzen geworden, für die das samstägliche Spiel (bzw. die Schlägerei hinterher) zum wichtigsten und oftmals einzigen Lebensinhalt geworden sind. Ein Familienausflug ins Fußballstadion dürfte unter diesen Umständen kaum stattfinden.
Insofern kann man auf das Engagement von Red Bull zwar schimpfen, aber ich denke, es kann den ostdeutschen Fußball (und auch sein Ansehen) durchaus nach vorn bringen. Dass sich im Profifußball alles ums Geld dreht, ist eine Tatsache. Wenn man sich damit einmal abgefunden hat, ist der RB Leipzig ein spannendes Experiment, das durchaus Erfolgschancen hat.
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